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Partnerschaft Bitche – Zweibrücken Schulpartnerschaft
mit dem Lycée Professionnel Albert Schweitzer „Partnerschaft,
die Partner schafft“. Unter diesem Motto feierten die Berufsbildende Schule
Zweibrücken und das Lycée Professionnel Albert Schweitzer, Bitche, am 10.
10. 97 das zehnjährige Bestehen ihrer Schulpartnerschaft. Im Beisein
zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Frankreich und
Deutschland hatten sich Schüler und Lehrer beider Schulen in den Räumen der
Berufsbildenden Schule Zweibrücken getroffen, um in einer Festveranstaltung bei
Diskussion, Spiel und Gesang dieses Ereignisses gemeinsam zu gedenken. In
einer eingangs stattfindenden Diskussionsrunde wurde mehrmals die „gelebte
Partnerschaft“ beider Schulen betont. Die räumliche Nähe beider
Schulstandorte (Entfernung ca. 30 km) ermöglichte von Beginn an regelmäßige
persönliche Kontakte zwischen Schülern und Lehrern. Im Anfangsstadium nahmen
Klassen aus Bitche und Zweibrücken gemeinsam am deutsch-französischen
Wochenseminaren in Bad Marienberg und Dinar (Bretagne) teil. Sporadische
Tagesbesuche in Zweibrücken, respektive Bitche, vermitteln den Schülern
Einblicke in das Leben der Partnerschule und in deren städtisches Umfeld. Französische
Lehrer nahmen an Weihnachtsfeiern in Zweibrücken teil, ihre deutschen Kollegen
besuchten sie zu gemeinsamen Feiern in Bitche und Ausflügen in die nähere
Umgebung. In regelmäßigen Abständen trafen sich die „amateurs du sport“,
um miteinander oder gegeneinander Fußball zu spielen, oder, seltener, sich am
Volleyballnetz oder an der Tischtennisplatte zu „messen“. Mit
der Höheren Berufsfachschule Fremdsprachen (die Schüler haben 8 Wochenstunden
Französischunterricht) erlebte die Partnerschaft eine neue Dimension. Zwar
stellten Sprachprobleme nie ein entscheidendes Hindernis dar, da ein Großteil
der französischen Schüler zumindest einen uns verständlichen deutschen
Dialekt spricht, aber die verbesserten Französischkenntnisse der deutschen Schüler
förderten nicht nur die Verständigung sondern sie erhöhten auch die
Motivation (übrigens auch bei den Französischen Schülern). Die Klassen der Höheren
Berufsfachschule Fremdsprachen haben mit den Klassen des „Bac Pro“ feste
Partner, mit denen sie während der auf beiden Seiten zweijährigen Bildungsgänge
an regelmäßigen gemeinsamen Unterrichtsveranstaltungen an beiden Schulorten
und an gemeinsamen Ausflügen (keine Kaffeefahrten!) in Rheinland-Pfalz und
Lothringen teilnehmen. Seit
zwei Jahren unterrichtet ein Zweibrücker Lehrer an einem Vormittag Deutsch an
der Partnerschule, eine Bitcher Lehrkraft unterrichtet an einem anderen
Vormittag Französisch in Zweibrücken. Durch diesen Lehraustausch werden die
Schüler, stärker als bisher, mit den kulturellen und sprachlichen
Besonderheiten des Nachbarn vertraut gemacht. Darüber hinaus dient dieser wöchentliche
Aufenthalt dazu, die Partnerschule (Lehrer und Schüler) noch besser
kennenzulernen und gemeinsame Aktivitäten anzuregen und vorzubereiten. Die
Kontakte auf Lehrerebene, die nach einer anfänglich intensiven Phase etwas
nachgelassen haben, bedürfen permanenter Anstöße. Eine Tischtennismannschaft,
zusammengesetzt aus Lehrerkräften beider Schulen, trägt in deutschen und französischen
Hallen Wettkämpfe aus, an einem vierstündigen Rundlauf um den Hasselfurther
Weiher („Les 4 Heures de Hasselfurth“), der von Kollegen der Bitcher Schule
mitorganisiert wird, nimmt eine Mannschaft aus Kollegen beider Schulen teil.
Diese (bescheidenen) Ansätze gilt es in Zukunft auszubauen, insbesondere aber
den Kreis der die Partnerschaft aktiv gestaltenden Lehrkräfte zu vergrößern. Die
Bedeutung einer „gelebten“ Schulpartnerschaft kann gar nicht hoch genug
veranschlagt werden. Sie trägt in hohem Maße zur Völkerverständigung (und
damit zur Friedenssicherung) bei, hilft Vorurteile abzubauen und eröffnet neue
Horizonte, was insbesondere der jungen Generation in einem immer enger
zusammenwachsenden Europa persönliche und berufliche Vorteile bringt. Ich danke
allen Schülern und Lehrern, die zum Gelingen der Schulpartnerschaft zwischen
dem Lycée Professionnel Albert Schweizer, Bitche, und der Berufsbildenden
Schule Zweibrücken beigetragen haben, und forderte sie auf, durch verstärktes
Engagement den Partnerschaftsgedanken weiterzuentwickeln und damit einen Beitrag
zum friedlichen Miteinander der Völker Europas zu leisten. Lothar
Hurth Oberstudienrat |
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(c) Berufsbildende Schule Zweibrücken - Bearbeitungsstand: 04. Januar 2008 |