Peacemaker
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Das Projekt „Peacemaker“ ist für dieses Jahr vollendet - weitere Projekte folgen.

Das neue Klettergerüst mit Rutsche im Hof des Johann-Schwebel-Kindergartens wurde am Donnerstag, 13. Juni, um 9 Uhr offiziell dem Kindergarten übergeben. Entworfen und gebaut haben es Jugendliche aus einem gewerblich-technischen Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) der Berufsbildenden Schule Zweibrücken unter der Leitung des Lehrers für Fachpraxis Oliver Betzer und ihres Klassenleiters Studienrat z.A. Klaus Dreller.

"Peacemaker" haben die 15- bis 17-Jährigen ihr Klettergerüst genannt, weil sich das Schüler-Lehrer-Verhältnis und das Verhältnis der Schüler untereinander deutlich verbessert hat.

Für die Berufsbildende Schule Zweibrücken (BBS) ist das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) neben den vielen anderen Bildungsgängen, die für Berufe qualifizieren oder auch die Fachhochschulreife vermitteln, ein Aufgabenfeld, auf dem man sich bewähren kann. Während in den anderen Bildungsgängen der Schwerpunkt auf der fachlichen Qualifizierung und auf einem Berufsabschluss mit möglichst guten Einstellungschancen liegt, ist das Ziel des BVJ, die Jugendlichen zur Berufsreife zu führen. Dafür müssen Ausdauer, Konzentration, Zuverlässigkeit und Selbstwertgefühl gefördert werden. Bei dieser Arbeit werden die Lehrkräfte auch von Andrea Bölke, der Schulsozialarbeiterin der BBS unterstützt.

Einige Jugendliche haben den Wunsch geäußert, ob sie nicht mal etwas von bleibendem Wert machen könnten, das auch Anerkennung einbringe. Die beiden Lehrkräfte lenkten die Ideen in Richtung Klettergerüst, auch der Schulleiter Walter Rimbrecht war von dieser Idee begeistert: Ein Projekt, das Fertigkeiten und soziales Lernen fördert und dabei noch bleibende Werte für die Stadt und ihren Nachwuchs schafft, ist für ihn der Idealfall. Außerdem benötigt die Schule für diese Zeit kein Geld für Material zur Ausbildung der am Projekt beteiligten BVJ-Schüler.

Eifrig wurde im Februar dieses Jahres zunächst mit der Zeichnung begonnen. Es folgten Kalkulation, Erstellung der Materialliste und Beschaffung des Materials – alle Arbeiten erledigten Schüler und Lehrer gemeinsam in mehr als 150 Arbeitsstunden auch außerhalb der regulären Schulzeit. Für den Fachlehrer Betzer zeigte sich, dass das Konzept aufgegangen ist: Die Schüler stellten fest, dass sie auch etwas können, wenn sie hart arbeiten und dran bleiben. Lehrern und Schülern hat die Arbeit sichtlich Spaß gemacht und der Kindergarten hat jetzt ein neues Spielgerät. Die Materialkosten von 4.000 Euro teilten sich die evangelische Kirchengemeinde, der Förderverein des Johann-Schwebel-Kindergarten und das Dekanat. Im normalen Handel kostet so ein Klettergerüst rund 13.000 Euro.

Die Schule plant, auch in den kommenden Jahren ähnliche Projekte durchzuführen, denn es gibt jedes Jahr ein Berufsvorbereitungsjahr und noch viele Kindergärten in der Stadt, die ein stabiles und kindgerechtes Klettergerüst gebrauchen können. 

Das örtliche Handwerk muss auch nicht befürchten, dass Aufträge verloren gehen, denn die Träger der Kindergärten haben kein Geld, solche Aufträge zu erteilen. Das Handwerk profitiert jedoch davon, dass es später Lehrlinge bekommt, die gelernt haben zu arbeiten und sich anzustrengen und die gelernt haben, dass die eigene Arbeit einen bleibenden Wert auch für andere Menschen hat.

 

 

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(c) Berufsbildende Schule Zweibrücken - Bearbeitungsstand: 04. Januar 2008