Zu Besuch bei der Rettungswache des DRK Zweibrücken
Richtiges Handeln in Notfällen muss gelernt sein! Dies betrifft insbesondere unsere Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung. Insbesondere im zweiten und dritten Lehrjahr sind die Auszubildenden im Rahmen des Lehrplans mit dem Thema „Erste Hilfe/ Sicheres Handeln in Akutsituationen“ konfrontiert.
Doch was geschieht im Hintergrund, wenn der Notruf abgesetzt wurde? Wie werden die Patienten und Bewohner weiterversorgt, nachdem der Rettungsdienst übernommen hat?
Diese und weitere Fragen konnten der Klasse BFP 23 (3. Ausbildungsjahr) im Rahmen einer Exkursion zur DRK-Rettungswache in Zweibrücken beantwortet werden.
Hr. Heidenreich, Leiter der Rettungswache, und zwei weitere Mitarbeiter der Rettungswache standen der Klasse Rede und Antwort und ermöglichten den Auszubildenden einen detailreichen Einblick in den abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Berufsalltag auf einer Rettungswache.
Neben dem fachlichen Austausch erkundete die Klasse auch die Räumlichkeiten der Rettungswache. Ein Highlight war die Vorstellung der Fahrzeuge, wie z.B. das NEF (Notarzteinsatzfahrzeug), inklusive Erklärung des gesamten Equipments.
Die Schülerinnen und Schüler der BFP 23 erlebten einen spannenden und sehr lehrreichen Vormittag mit vielen (pflege-)fachlichen und interessanten Gesprächen zum Thema Erste Hilfe und interprofessionelle Zusammenarbeit. Vor allem konnte auch das Verständnis beider Professionen in Bezug auf den jeweiligen Arbeitsalltag gefestigt werden.
Am 9. Oktober 2025 nahm die Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz 25 an einem Projekttag des Netzwerks für Demokratie und Courage teil. Unter dem Titel „Rassismus entgegentreten“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler einen ganzen Tag lang mit den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Zivilcourage.
Der Projekttag bot Gelegenheit, sich mit den eigenen Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen auseinanderzusetzen. Durch interaktive Methoden, Gruppenarbeiten und kreative Übungen entstand eine offene Atmosphäre, in der Diskussionen – auch über eigene Erfahrungen – möglich waren.
Die Teilnehmenden reflektierten, wie schnell Vorurteile entstehen, welche Formen von Rassismus im Alltag auftreten können und welche Verantwortung jede und jeder Einzelne trägt, dagegen aktiv zu werden.
Besonders eindrucksvoll waren kurze Filme und Erfahrungsberichte Betroffener, die das Thema greifbar machten. In Kleingruppen und Rollenspielen entwickelten die Schülerinnen und Schüler anschließend Strategien, wie sie im Alltag auf diskriminierende Situationen reagieren können.
„Es ist wichtig einzuschreiten.“, brachte eine Schülerin es abschließend auf den Punkt.
Wir bedanken uns beim NDC für die Gestaltung des Projekttages und die anregenden Impulse.
Christian Fusenig ist neuer Leiter der BBS Zweibrücken – Ignaz-Roth-Schule.
Der seit 2007 an der BBS Zweibrücken tätige Christian Fusenig war bereits seit 2013 in der Schulleitung als Studiendirektor zur Koordinierung schulfachlicher Aufgaben tätig. Er tritt die Nachfolge von Jürgen Bärmann an, der im Sommer 2025 in Ruhestand ging und die Schule seit 2016 leitete. Wir gratulieren und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit in neuer Funktion!
BBS Zweibrücken erneut als Europaschule ausgezeichnet
Die Berufsbildende Schule (BBS) Zweibrücken wurde am Montag, den 25.8.2025, in der Mainzer Staatskanzlei erneut als Europaschule Rheinland-Pfalz rezertifiziert. Damit gehört die Schule weiterhin zu den 101 Europaschulen im Land, die sich in besonderem Maße für europäische Werte, internationale Vernetzung und interkulturelles Lernen einsetzen.
Seit 2020 wird die Teilnahme am Europaschul-Netzwerk an der BBS Zweibrücken federführend von Theresa Baumann und Natascha Veith koordiniert. Gemeinsam mit dem gesamten Kollegium gelang es ihnen, durch vielfältige Aktivitäten und nachhaltiges Engagement die hohen Anforderungen für die Rezertifizierung zu erfüllen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung europäischer Mobilität: Die Zahl der ERASMUS+ Auslandspraktika für Schülerinnen und Schüler wächst stetig. So nutzen immer mehr Lernende die Chance, berufliche Erfahrungen in Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich zu sammeln.
Darüber hinaus prägen schulische Veranstaltungen das europäische Profil der BBS Zweibrücken. So fand im Februar der Demokratietag statt, der wichtige Impulse zur politischen Bildung und Wertevermittlung setzte. Ebenso leistet die jährliche Projektwoche im Beruflichen Wirtschaftsgymnasium einen zentralen Beitrag zur Förderung von Teamarbeit, interkultureller Kompetenz und europäischer Orientierung.
„Die Rezertifizierung ist eine Auszeichnung für die gesamte Schulgemeinschaft“, betonten Baumann und Veith. „Sie zeigt, dass Europa an der BBS Zweibrücken nicht nur ein Thema im Unterricht ist, sondern gelebte Realität.“
Mit der erneuten Anerkennung als Europaschule unterstreicht die BBS Zweibrücken ihren Anspruch, junge Menschen auf ein Leben und Arbeiten in einem offenen, demokratischen und vielfältigen Europa vorzubereiten.
Frühstudium in Zweibrücken: Schüler schnuppern Hochschulluft – mit Erfolg
Seit 2018 kooperieren die Berufsbildende Schule Zweibrücken mit seinem Beruflichen Gymnasium und die Hochschule Kaiserslautern, um Schüler:innen frühzeitig ans Studium heranzuführen. Das Ergebnis: Ein Modell mit Tradition, Vorbildcharakter und Bestnoten.
Ein Hochschulmodul schon während der Schulzeit absolvieren? Für Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums der berufsbildenden Schule in Zweibrücken, die dort das allgemeine Abitur ablegen können, ist das längst gelebte Praxis. Seit dem Wintersemester 2018/2019 besuchen Schüler:innen des Leistungskurses „Volkswirtschaftslehre“ (VWL) im Rahmen des Frühstudiums Lehrveranstaltungen des Fernstudiengangs Betriebswirtschaft (B.A.) an der Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken.
Im Fokus steht das Modul „Grundlagen der Volkswirtschaftslehre“. Über zwei Semester hinweg lernen die Oberstufenschüler:innen Mikro- und Makroökonomie, schreiben dieselben Prüfungen wie die regulären Studierenden und erwerben bei Bestehen sogar ein offizielles Hochschulzertifikat. Für das komplette Hochschulfeeling sorgt die gemeinsame Teilnahme am Modul mit Kommiliton:innen – meist berufsbegleitenden Studierenden des vierten Fachsemesters.
„Die gemeinsame Teilnahme bringt Vorteile für beide Seiten“, erklärt Professor Marc Piazolo, Initiator des Projekts. „Die Schüler:innen erhalten einen realistischen Einblick in den Studienalltag und erweitern durch den Austausch mit älteren Kommilitonen ihren Blick auf mögliche Berufs- und Studienwege. Gleichzeitig profitieren auch unsere Studierenden vom frischen, oft unverstellten Blick der Gymnasiasten auf wirtschaftliche Fragestellungen.“
Inhaltlich ist das Modul auf rund 300 Arbeitsstunden und 10 ECTS ausgelegt, also vollwertiges Hochschulniveau. Die Inhalte wurden in enger Abstimmung mit dem Schulstoff der Kursstufen 12 und 13 aufbereitet. Eine Sonderbehandlung gibt es dabei nicht: „Die Abiturient:innen schreiben exakt die gleiche Klausur wie die Studierenden“, betont Piazolo. „Umso erfreulicher ist es, dass inzwischen 17 Abiturient:innen das Zertifikat erhalten haben – darunter auch mit der Bestnote 1,0.“
Das Zertifikat ist keinesfalls einfach nur ein Stück Papier. Es kann bei einem späteren Studium im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich angerechnet werden, „idealerweise natürlich an unserer Hochschule“, ergänzt Piazolo mit einem Augenzwinkern. Auch für das Kollegium ist das Projekt ein Gewinn: „Der Hochschulbesuch samt Prüfungen ist fester Bestandteil des Schulalltags“, berichten die Fachlehrer Natascha Veith und Jochen Schneider. „Für viele ist es ein echtes Highlight, schon als Schüler einen Studentenausweis zu besitzen und die Mensa kennenzulernen.“
Die feierliche Übergabe der Zertifikate erfolgt im Rahmen der Abiturfeier im Rosengarten – ein besonderer Moment für die Jugendlichen und ihre Familien. Für Schulleiter Jürgen Bärmann und Oberstufenkoordinator Jens Kuhn steht der Nutzen des Projekts außer Frage: „Wenn wir es schaffen, junge Menschen frühzeitig für ein Studium und vielleicht sogar für eine berufliche Zukunft in der Region zu begeistern, haben alle gewonnen – die Schüler:innen, die Schule, die Hochschule und nicht zuletzt die regionalen Unternehmen.“
(von Jochen Schneider)
Auch der Wochenspiegel widmet unserer Kooperation mit der Zweibrücker Hochschule einen umfangreichen Bericht:
Erster Schultag der HBF-Sozialassistenz – ein gelungener Start
Mit Vorfreude, Aufregung und vielen neuen Gesichtern starteten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen der Höheren Berufsfachschule Sozialassistenz in ihr neues Schuljahr. Der erste Schultag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und Ankommens.
In der ersten Tageshälfte wurden verschiedene Kennenlernmethoden genutzt, um sich gegenseitig vorzustellen und als Klasse zusammenzufinden. Danach erhielten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen über den Ablauf der kommenden zwei Schuljahre, die Praktikumsphasen sowie die Abschlussprüfungen und Wege zur Fachhochschulreife.
Ein besonderer Fokus lag außerdem auf dem Thema Selbstorganisiertes Lernen (SOL). Anhand eines Beispiels aus dem Deutschunterricht erhielten die Klassen einen ersten Einblick, wie sie künftig eigenverantwortlich lernen und arbeiten können – eine zentrale Kompetenz für ihre schulische und berufliche Zukunft.
Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Picknick im nahegelegenen Rosengarten, bei dem die Klassen in entspannter Atmosphäre weiter ins Gespräch kamen. Ein rundum gelungener Start in die HBF-Sozialassistenz!